Ich mag es, wenn Aufgaben gemeistert, Ziele erreicht oder übertroffen werden. Und noch mehr, wenn Menschen dabei lachen, es ihnen gut geht und sie Lust auf mehr davon haben – Geschäftspartner, Mitarbeiter wie dessen Führungskräfte.

Meine allererste Leidenschaft für Führung entdeckte ich mit 15 Jahren. Mein Vater kam von der Arbeit und wie jeden Abend erzählten meine Eltern sich ihren Tag. Ich liebte es Ihnen dabei zuzuhören. Wie auch an jenem Tag: Mein Vater berichtete von einer anstehenden Veränderung im Betrieb und den Konsequenzen. Dass sich der Wind im Markt mal ändert und das Management dann die Segel anders setzen muss, war völlig nachvollziehbar. Das Schlimme sei jedoch, die als kalt und abkapselnd empfundene Art der kurzen Berichterstattung und die Ahnungslosigkeit in der man die Mitarbeiter lasse. Ich ging ich auf mein Zimmer. Doch anders als mein Bruder oder andere Kinder sang und tanzte ich nicht heimlich vorm Spiegel Pop-Songs, sondern übte meine erste ernste doch wertschätzende Rede, nah am Menschen und mit dem Ziel meinen hunderten von Mitarbeitern, die sich alle vor mir im Spiegel befanden, Orientierung zu geben. Das gelang mir, fande ich, ganz gut.. Ich empfand Glück und mein Berufswunsch stand fest. Nicht Sänger oder Tänzer wollte ich werden – Leader wollte ich sein. Doch dafür musste ich älter werden. Mit dreißig Jahren vertraute man mir dann meine erste Führungsposition als Regionale Verkaufsleiterin in einem weltweit führenden Gesundheitsunternehmen an. Über neun Jahre formte und führte ich Mitarbeiter und Teams durch Stürme, Neuordnungen und zur Perfomance. 

In meiner beruflichen Laufbahn durfte ich Zeuge von gelungener Führung und tollen Führungspersönlichkeiten werden. Ziele wurden erreicht, die Arbeit machte allen Freude und Mitarbeiter empfanden einen Sinn in dem, was sie tun. - Daneben wurde ich allerdings auch Zeuge von laissez-fairer, egozentrischer bis hin zu paranoid narzistischer Führung, bei der frustrierende Schleifen gedreht wurden und Menschen Orientierungslosigkeit und Demotivation empfanden. Beide Erfahrungen haben meinen weiteren Weg sehr geprägt.

Denn beides motivierte mich berufsbegleitend Leadership und Management zu studieren. Mit dem Ziel, Menschen in der Wirtschaft zu begleiten, nicht nur Vorgesetzte sondern echte Leader zu werden, investierte ich in eine über einjährige Ausbildung zum Zert. Businesscoach. Und überzeugt davon, dass ein gelungenes Konfliktmanagement heute mehr denn je das A und O gelungener Führung ist, absolvierte ich eine Ausbildung zur Wirtschaftsmediatorin an der Berliner Mediationsakademie (MAB). Ich wurde im Konzern als firmeninterner Coach tätig, bis ich mich 2013 selbständig machte.

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